Heute
geht es um einen sehr vernachlässigten – aber enorm wichtigen –
Teil weiblicher Sexualität. Der Uterus bzw. die Gebärmutter.

Für
viele Frauen ist Sex etwas, was sich in der Wahrnehmung zwischen
Kitzler und Vagina abspielt. Die Rolle, die der Uterus beim Sex
erfüllt, wird nur allzu häufig völlig übersehen. Er ist nicht nur
beim Geschlechtsverkehr direkt betroffen, sondern entfaltet bereits
bei jeder Form der sexuellen Erregung, sein Potenzial.

Die
Gebärmutter ist ein Hohlmuskel, der von der Gewebestruktur der des
Herzens sehr ähnlich ist. Sie ist nicht fest im Körper verankert,
sondern wird durch Bänder, so genannte Ligamente, und Faszien am
Platz gehalten. Faszien sind bewegliche Kollagennetze, welche die
Beweglichkeit von unterschiedlichen Gewebeschichten aufeinander
gewährleisten. Wenn die Faszien und Ligamente nicht regelmäßig
bewegt werden, kann es zu Verklebungen und sogar zu Verwachsungen
kommen, was diffuse Zieh- und Reißschmerzen verursacht – der
Hauptgrund für Schmerzen während der Periode und
Unterleibsbeschwerden nach dem Geschlechtsverkehr.

Eine
bewegliche und aktive Gebärmutter kann Dir sehr viele Vorteile und
Erleichterungen bringen:

Frauen
mit einer trainierten Gebärmutter leiden weniger an Regelschmerzen
und Unterleibskrämpfen während der Menstruation. Die Blutung
reguliert sich auf ein dem Körper entsprechendes Maß.

Zusätzlich
führt eine trainierte Gebärmutter zu einer sinkenden Rate von
Myomen und einer besseren Durchleitung der Eizellen aus den Eileitern
in die Gebärmutter, was die Fruchtbarkeit steigert. Dem hinzu kommt
eine höhere Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung, durch erhöhte
Cervixaktivität, da der Muttermund an sich insgesamt beweglicher und
flexibler im Tonus wird und somit Spermien leichter dorthin gelangen,
wo sie die Eizelle treffen können, sowie durch ein besseres
Uterusmilieu, welches das Einnisten der befruchteten Eizelle
begünstigt.

Frauen
mit einer trainierten Gebärmutter haben leichtere und weniger
schmerzvolle Geburten, da die Dehnung und Kontraktion während der
Schwangerschaft sowie die Wehen während der Geburt leichter zu
ertragen sind.

Zusätzlich
ist zu nennen, dass eine nach der Schwangerschaft oder durch eine
andere Ursache verlagerte Gebärmutter durch regelmäßiges Training
wieder ihren richtigen Platz findet und chronische
Unterleibsschmerzen aber auch manche attestierte Unfruchtbarkeit
dadurch behoben werden können.

Ob
Kinderwunsch oder nicht, eine trainierte Gebärmutter verschafft Dir
generell intensivere und lustvollere Orgasmen, die sich weniger auf
den Genitalbereich fixiert sondern ganzkörperlich anfühlen.

Trainieren
kannst Du Deine Gebärmutter ganz einfach selbst oder mit einem
Partner, indem Du Dich vielseitig und mit viel Erregung stimulierst –
am besten regelmäßig. Dabei pumpen sich Deine genitalen
Schwellkörper voll Blut. Sie sind über die Ligamente mit dem Uterus
verbunden, welcher bei Erregung in eine aufrechtere Position gezogen
wird und dadurch die Faszien geschmeidig und schön flutschig
bleiben. So macht Training gleich doppelt Spaß!

Dr.
Rouven Gehr
ist Paartherapeut sowie Sexological Bodyworker
und arbeitet u.a. als Sexualcoach am Institut für
Beziehungsentfaltung in Saarbrücken für das Finden und Begleiten
von Wegen zu erfüllten Beziehungen in Partnerschaft, Sexualität und
Persönlichkeit.

www.beziehungs-entfaltung.de
www.facebook.com/beziehungsentfaltung/

#GESUNDESEXUALITÄT -Uterustraining ist ursprünglich auf %POPSCENE% erschienen

POPSCENE Redaktion

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