Hänge voller Weinreben, ein breiter Fluss der sich sanft durch grüne Hügel schlängelt,
wunderschöne Altbauten und kleine, verwinkelte Gässchen- wer jetzt denkt, er befindet sich in einem fernen romantischen Örtchen irgendwo in Südfrankreich, der hat sich gewaltig geirrt. Denn in den Genuss von Wein und malerischer Natur kommt man tatsächlich auch ganz einfach hier in Deutschland- und zwar an keinem geringeren Ort als an der Mosel. In der Region, die jahrelang scheinbar als Rentnerregion abgestempelt wurde, hat sich in den letzten Jahren so einiges getan. Vorbei sind die Zeiten, in denen man hier nur Ü60-Jährige in den Cafés, den Vinotheken und auf den Spazierwegen antrifft. Die Flussregion, die sich von den südlichen Vogesen bis nach Koblenz erstreckt, hat mittlerweile so einiges für die jüngere Generation zu bieten. Von Mountainbike- Action bis zur Kur- Erholung im Thermalbad, oder eben ein Besuch im Buddha- Museum- wenn die Mosel eines bietet, dann Erholung und viele Überraschungen! Genau das habe ich auf meiner viertägigen Erlebnisreise vom Tourismusverband Moselhighlights erlebt. Vier Tage, fünf Städte und unzählige Eindrücke- jede einzelne Stadt hat sich von ihrer absoluten Schokoladenseite präsentiert und keine kulinarische Besonderheit ausgelassen.

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Cochem

Gestartet ist die Reise im schönen Cochem an der Mosel. Nach einem ersten wahren Festmahl im Lokal Hieronimi, natürlich inklusive prickelnden Begrüßungssekt, ging es direkt hinein in die hübsche Altstadt mit den kleinen Gässchen, Treppchen und alten Fachwerkhäusern.
Das absolute Highlight der Stadt: Natürlich die mittelalterliche Reichsburg, die hoch oben über der Altstadt thront und die dank regelmäßiger Führung sowohl im Sommer als auch im Winter immer einen Ausflug wert ist. Besonders ist dabei nicht nur der Blick von unten auf die Burg, sondern natürlich auch die Aussicht auf die Weinberge und die Mosel von der Burg selbst aus. Aber auch unten in der Stadt tobt das Leben: In Cochem gibt es trotz seiner wenigen Einwohner ganze 138 Restaurants und Lokale, und vor allem unzählige Tanzschuppen, in denen jung und alt das nächtliche Leben aufmischen.

In diesen historischen Mauern nächtigte einst der Kaiser Napoleon im Jahre 1804 und die Monarchin Maria Theresia von Österreich – die Alte Thorschenke in Cochem. (Bild: Hanna Michel)

Zell

Das nächste Ziel meiner Reise war das beschauliche Moselörtchen Zell. Was sich im ersten Moment als unscheinbar und brav anhört, birgt so einige Überraschungen: Denn zum Zeller Land gehört sogar die berühmte Geierlay- Hängebrücke, die sich in den letzten Jahren als wahrer Touristen- Lockvogel entpuppt hat. Aber auch Zell selbst hat einiges zu bieten, denn an der kleinen Stadt führt unter anderem der beliebte Wanderweg „Moselsteig“ vorbei, welcher 2014 eröffnet wurde und insgesamt 365 Kilometer an der Mosel entlang verläuft.
Nutzbar ist der preisgekrönte „Qualitätsweg“, der in 24 Etappen aufgeteilt ist, sowohl zu Fuß als auch mit Rad und E- Bike. Besonders authentisch sind aber in Zell vor allem die jungen Leute, die das Stadtleben prägen und ihr Bestes geben, das Zeller Land attraktiv zu gestalten und touristisch aufzuwerten. Eines der besten Beispiele dafür ist definitiv Yannick Jaeckert, Geschäftsführer von Zeller Land Tourismus. Für die Reisegruppe der Moselhighlights haben er und sein Team an nichts gespart und uns mit einem gemeinsamen Abendessen im Hotel Grüner Kranz und einer eigenen Weinprobe mit Bürgermeister und Weinköniginnen begeistert. Auch der „Grüne Kranz“ ist ein langjähriges Familienunternehmen- mittlerweile führt die jüngste und vor allem sympathische Generation der Familie Münster das Hotel weiter. Nach unserer kleinen Einführung in die Zeller Weinkulinarik ging es direkt mit einer Führung durch die Weinberge weiter, von wo aus das Geheimnis um die berühmte „Zeller Schwarze Katz“ gelüftet wurde und man einen traumhaften Blick auf die Mosellandschaft hatte.

Bad Bertrich

Der nächste Stopp hatte vor allem in sich: Nämlich Erholung! Im wunderschönen Kurort Bad Bertrich kann man definitiv die Seele baumeln lassen. Der kleine Kurort, welcher etwas außerhalb von der Mosel liegt, belohnt seine Besucher nicht nur mit seinem großen
Thermalbad, seiner schicken Altstadt und seiner malerischen Lage, mitten im Tal und von Wäldern umringt. Ein Highlight für Naturfreunde und Kurgäste ist vor allem der
Landschaftsstherapeutische Park „Römerkessel“ am Rande der Stadt. Unter dem Motto
„Belebend, Beruhigend, Beglückend“ kommt hier jeder Besucher zur Ruhe und kann sich von seinem Alltagsstress erholen. Wer sich für die Geschichte und die Geheimnisse des Gartens interessiert, kann sogar an Führungen teilnehmen und die Natur aktiv erleben. Eine lange Geschichte bietet außerdem das Hotel Häckers Fürstenhof: Seit mehr als 30 Jahren ist das Hotel in Familienbesitz und hat sich vor allem im Bereich Wellness- und Spa etabliert. Ein besonderes Highlight ist definitiv das hauseigene Thermalbad mit Glaubersalz, in dem man sich erholen und Körper und Geist regenerieren lassen kann.

Das Hotel Häckers Fürstenhof. In einem Seitental der Mosel, zwischen den weit bekannten Städten Cochem und Bernkastel-Kues und inmitten  unberührter Natur, liegt das kleine Schmuckstück Bad Bertrich. (Foto: Hanna Michel)

Traben-Trarbach

Auch in Traben-Trarbach gab es am nächsten viel zu entdecken. Das große Motto der Stadt: Der Jugendstil! Wo man auch hinsieht, egal ob die herrschaftlichen Gebäude oder die Gemälde an der Wand von Restaurant „Belle Epoque“ im Romantikhotel Bellevue, an jeder Ecke ist die Stadt von dem alten Kunststil geprägt. Dabei lohnt es sich vor allem auch, einen Blick in die Bar des „Belle Epoque“ zu werfen, deren Charme schon fast an ein Pariser Ambiente erinnert. Eine weitere Besonderheit sind außerdem die sogenannten Unterwelten in Traben-Trarbach: In den langen Kellerfluren findet nicht nur normalerweise jedes Jahr ein beliebter Weihnachtsmarkt statt, man kann sich sogar in den ehemaligen Weinkellern trauen lassen. Eine Führung der besonderen Art hat sich auch die Traben-Trarbacher Tourismuszentrale für uns einfallen gelassen: Mit einem Planwagen ging es quer durch die Weinberge und über den berüchtigten „Kröver Nacktarsch“- ein berühmtes und sehenswertes Weinberggebiet in Kröv bei Trarbach.

Die Unterwelten in Traben-Trabach. (Bild: Hanna Michel)

Bernkastel-Kues

Geendet hat unsere Reise mit einem letzten Stopp im schönen Bernkastel- Kues. Dort wurden wir zunächst herzlich in der „Doctor Weinstube“ empfangen, sondern auch direkt vom Geschäftsführer des Ferienland Bernkastel-Kues und unseren Stadtführer persönlich. Die kleine Stadt kann definitiv mit ihrer schönen Altstadt punkten: Dazu gehören sowohl die Fachwerkhäuser, das prächtige Renaissance-Rathaus, das legendäre Spitzhäusschen und die vielen gemütlichen Weinstuben und Weinkeller. Ein Must-See ist auf jeden Fall auch die Burgruine Landshut, die hoch über Bernkastel-Kues thront. Die punktet nicht nur mit einem barrierefreien Rundweg für jedermann um die Ruine herum, sondern belohnt die tüchtigen Wanderer und Besucher natürlich auch mit einem herrlichen Ausblick über die wunderschöne Mosellandschaft.

Das legendäre Spitzhäusschen in Bernkastel-Kues (Bild: Hanna Michel)

Fazit

Egal in welcher Stadt man sich befindet, jede von Ihnen hat ihren eigenen Charme, ihre Besonderheiten, ihre geheimen Ecken und Highlights. Alle gemeinsam haben sie jedoch in jedem Falle die wunderschöne Natur der Mosel, eine Menge an hochqualitativen Weinen und es lohnt sich, jeder einzelnen einen Besuch abzustatten.

Text: Hanna Michel

POPSCENE Redaktion

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